24. Mai 2010

Nach drei Ruhetagen, verlassen wir Salta...

...und bekommen ehe wir in das trockende Hochland aufbrechen, nochmal den Regenwald (im Regen) von seiner schönsten Seite präsentiert.

 

Wir verlassen Purnamarca und die berühmten 7 Farben der Felswand und klettern 35km / 2000 Hoehenmeter höher auf 4180 Alt. (Wers kapieren will kapierts!)

 

 

Um Gewicht zu sparen, geben wir  unseren Wasservorrat  einem  Autofahrer mit.  Ab 3000 Alt wird die Luft spürbar dünner und die Pausen immer häufiger. Das Höhenprofil eines Andenpasses darf man nicht mit dem Profil eines Alpenpasses verwechseln. Nach dieser ersten Spitze bleiben wir immer über 3600 Alt und es folgen weitere diverse kleine Pässe verteilt auf 450 km ehe es am Finale 4800 Alt zu erreichen sind. Dennoch kommen wir den Berg ganz gut hinauf und wir sind Abends  (noch) optimistisch den Paso de Jama zu schaffen.

 

 

 

Frühstück am Salina Grandes, dem erstem Salzsee, den wir durchqueren. Leider musste Peter feststellen,  dass der Salina nicht überall hart ist.....

 

Am Abend des zweiten Tages wird klar, was uns das Radeln hier schnell unmöglich machen kann. Westwind – oder sagen wir mal Sturm lässt uns verzweifeln. Am dritten Tag fahren wir morgens um  7.00Uhr  bei  -6C los, aber schon um 9.00 laesst der Wind uns bei kleinen Steigungen aus dem Sattel steigen und schieben. Das Spiel wiederholt sich am nächsten Tag..... Der totale Frußt kommt auf...

 

 

.... und wir beschließen uns von einem der netten, meist paraguaischen, LKW Fahrer mitnehmen zu lassen. Wir hoffen das Fahrzeug hat bessere Bremsen als die des Lkws der gestern im Straßengraben lag. 

So wurde der Paso de Jama also zum Paso de Jammer! Auf der schnurgeraden Abfahrt wird es mit jedem KM wärmer und windstiller.  Wir genießen die Aussicht auf Vulkane und in die Atacamawüste.

 

Zeltplatz in der Atacama auf dem Weg nach Calama. In Calama werden wir von einer bolivianischen Familien eingeladen und können 3 Nächte bei ihnen bleiben. Muchas Gracias an Teresa, Viktoria und Familie.

 

 

Nach unserem Jama -Gejammer hatten wir etwas Respekt wieder in die Anden hochzuradeln, doch es sollte anders kommen. Wir können die Landschaft wieder genießen und die 200km bis zur bolivianischen Grenze bei Ollague sind traumhaft schön. Vor 2 Tagen hat es hier noch geschneit und die Vulkane präsentieren sich mit einer weißen Spitze. Dazu kleine Seen, Salare, Vikunas, Lamas, Alpakas.....

 

Bolivien wird nicht weniger schön . Allerdings bekommen die Straßen echten Abenteuercharakter... Kompass oder besser GPS sollte man besser an Bord haben.

 

Bolivianische Pisten: Teil1

 

Teil2 

 

Teil3

Den Salar de Uyuni mit dem Rad zu durchqueren ist ein besonderes Gefühl. Nur gaaaanz langsam wird die aus über 30km sichtbare Insel Isla Incahuasi größer. Hier bekommen wir zum Mittagessen einen Lamaburger.

Wir zelten mitten in der Salzwüßte. Nach dem tollem Sonnenuntergang legt sich der Wind und es wird totenstill und sehr kalt.

Sobald die Sonne verschwindet sollte man sich in den Schlafsack verkriechen. Wir befinden uns schließlich immer zwischen 3600 und 4100 Höhenmetern und Nachts sinken die Temperaturen auf bis zu -15 C ab. Das Frühstück kann dann schonmal so aussehen.

 

In Bolivien finden wir überall gutes Obst und Gemüse. Hier serviert Annas Privatkoch Süßkartoffeln, die es in allen Farben und Formen gibt.

 

 

Wieso bekommt die Bahn eine Brücke und die Autos nicht? Wir hatten uns und unsere Räder gerade zur Hälfte über die Bahnschwellen transportiert,  als uns ein Bolivianier freundlich informiert: „ Der Zug kann jeden Moment kommen....“

 Im darauf folgendem Ort nehmen wir uns eine „sehr einfache“ Unterkunft: „Wo ist das Bad?“ „Ööhm draußen (grins)“  Peter:“Wo draußen?“  Bolivianerin: „Überall draußen“.......

 

Radreisender und Lamas im Profil